Donnerstag, 25. August 2016

The Last Shadow Puppets, Lowlands Festival, 21.08.2016

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Konzert: The Last Shadow Puppets
Ort: Lowlands Festival
Datum: 21.08.2016
Dauer: 60min
Zuschauer: ca.20.000

Zu den schönsten Momenten bei regelmäßigen Konzertbesuchen gehört noch immer, einer Band zuzusehen, die genauso viel Spaß zu haben scheint wie das Publikum. Solche Abende sind in Zeiten von endlosen Tourneen und ganzjährig stattfindenden Festivals selten geworden, aber es gibt sie noch. 

Die Bühne ist bereitet und die Streicher (ebenfalls bester Laune) spielen sich noch warm, da erschüttert ein donnernder Applaus das Zelt. Die Arctic Monkeys sind in den Niederlanden besonders berühmt und hunderte freundliche Mädchen warteten nicht ohne Grund neben mir, mit ihren armverschränkend, etwas missgelaunten Freunden auf die zwei großartigen Frontmänner Alex Turner (Arctic Monkeys) und Miles Kane (The Rascals).

Die beiden stürmen von rechts auf die Bühne, Miles beginnt noch im Laufen zu spielen, die Streicher steigen ein und die Band beginnt mit einer orchestralen und zugleich stürmischen Version von "Calm like you".

Beide Herren spielen im weiteren einen perfekt auf Ironie und ihre Vorbilder ausgerichteten Set, der aber auch als eigenständiger Auftritt voll überzeugen kann. Gekleidet als eine Mischung aus den jungen "Brian Ferry" und "Robert de Niro", mit schwarzer Buntfaltenhose und blütenweißem Hemd und natürlich dauerhaft Zigarette rauchend, ist Alex Turner noch einen Ticken cooler als der sonst als Modepapst bekannte Kane. Dieser steht am Ende mit blankem Oberkörper unter seinem hellblauen Jacket da, Goldkette inklusive.

Was folgt, ist die vielleicht kurzweiligste Stunde des Festivals. Auch wenn nicht alle Songs zünden, die Hits sind umso größer und die oben angesprochene Spiellaune will nicht enden. Fast in jedem Song wissen die Zwei königlich zu unterhalten. Einmal wickelt sich Turner gar sein Mikrofonkabel wie eine Fessel um die Beine, um sich dann auf die breiten Schienen der Fernsehkameras zu legen, während diese langsam auf ihn zufahren. Ein herrliches Bild.

"Aviation" und "The Age of Unterstanding" folgen recht früh im Set, am Ende wird ein wenig gestreckt und die Streicher sind wegen des Gitarrenlärms kaum noch wahrnehmbar. Da aber alle Mätzchen der Show dienen, (ja, das darf und muss auch mal sein) ist das sehr launige Ende mit einer zerschossenen Version von "In my room" verzeihlich und auch der spontane Spot, (oder die Verehrung) dies wurde nicht ganz klar, gegenüber dem folgenden Headliner LCD Soundsystem ging im Feedback von Kane leider unter.


Trotzdem war es toll diese Musiker außerhalb ihrer sonst starren Bandkonzepte, mit einer derartigen Lust an Ironie und ohne Perfektion aufspielen zu sehen. Ein Triumph, wie ihn wahrscheinlich nur englische Bands bieten können.   

Fotos: Michael Graef



The Last Shadow Puppets, Brüssel, 19.10.08
The Last Shadow Puppets, Paris, 26.08.08

Haldern, 2 Festivaltag, 12.08.16

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Konzert: Haldern Pop Festival 2016, 2. Festivaltag mit dem Stargaze Orchestra, Money, Gogo Penguin, Drangsal, Arthur Beatrice, Glen Hansard, Lapsley, Loney Dear und vielen anderen
Ort: Rees-Haldern am Niederrhein
Datum: 12.08.2016 




Am 2. Festivaltag kam ich nur schwer aus den Federn, aber ich hatte noch ein ganz anderes Probleme. Mein Bed and Breakfast lag in Borghees bei Emmerich und somit fast 25 km von Haldern entfernt. Weil ich extrem spät gebucht hatte, bekam ich nichts mehr in Festivalnähe und muste deshalb eine weite Anreise zum Gelände in Kauf nehmen. Hinzu kam, dass der Zugverkehr zwischen Emmerich und Haldern pünktlich zum Festival eingestellt worden war (machten die das extra ?) und man auf Busse ausweichen musste. Ein äusserst pampiger Busfahrer (wo war die legendäre niederrheinische Freundlichkeit geblieben ?) kutschierte mich erst nach Rees und dann 15 Minuten mit einem anderen Bus nach Haldern. Bis ich endlich gegen 14 Uhr 30 ankam, waren die Stargazer mit ihrem David Bowie Special fast durch aber ich hatte das Glück noch zwei wirklich wunderbare Coverversionen zu hören, erst von Let's Dance, dann von Starman.  Den Gastauftritt von Lokalgrösse Stefan Honig hatte ich aber verpasst, der spielte nämlich am Anfang einen Song (Ashes To Ashes) mit dem Ensemble.

Nach dem Ende des Bowie Specials hatte ich geplant, in der Kirche mit dem Programm weiterzumachen, aber die nun angesetzte Belgierin Melanie De Biasio liess wirklich sehr lange auf sich warten. Insgesamt eine Stunde harrte ich zusammen mit vielen anderen Leuten vergeblich vor der Tür aus, dann gab ich es auf und begab mich zu Fuss zum Spiegeltent, indem nun der Brite Money mit seiner wehklangenden Stimme verzweifelt-schöne Songs performte. Er spielte in kurzen Hosen, hatte unter anderem eine charmante Cellistin und eine Violonistin in seiner Band dabei und liess ein wenig den versoffenen Künstler raushängen. Gleich mehrfach sprach er leicht lallend über Alkohol und Alkoholismus, prostete den Leuten grinsend mit seinem Bierbecher zu und stellte sich desöfteren demonstrativ vorne an den Bühnenrand. Passend dazu schmetterte er den Song A Cocaine Christmas and an Alcoholic's New Year.



Money war (und ist) stimmlich durchaus mit Villagers vergleichbar (das Verletzliche, Sehnsüchtige, Weinerliche), aber während bei Villagers vor genau einem Jahr an gleicher Stelle volle Hütte (bzw. volles Zelt) war, hatte man hier und heute überraschend viel Bewegungsfreiheit. Möglicherweise zogen es einige Festivalgäste vor, draussen die endlich strahlende Sonne zu geniessen, um das Regendesaster des Vortages weitgehend vergessen zu lassen. Melancholiker wie ich aber weilten im Zelt und liessen sich von fragilen Stücken wie You Look Like A Sad Painting On Both Sides Of The Sky, welches die berühmte Pariser Blogothèque erst kürzlich live gefilmt hatte, "deprimieren".


Etwa 40 Minuten spielte Money getragenes und fast klassisch instrumentiertes Songmaterial, dann war Schluss und auch ich stürmte raus in die Sonne.


Auf der Hauptbühne spielten jetzt GoGo Penguin, eine rein instrumentale Jazztruppe mit Piano , Kontrabass und Schlagzeug. Bandleader schien der gut im Futter stehende  Kontrabasser zu sein. Zumindest war er es, der die Ansagen machte und auch durchklingen liess, dass ihr Album bei dem legendaren Blue Note Label erschienen sei. Neben Jazz gab es aber auch Anklänge von Trip Hop und klassischer Musik und selbst wenn ich aus Manchester Formationen wie Joy Division, I am Kloot oder The Chameleons bevorzuge, liess mich das Konzert der drei Briten dennoch neugierig werden. Eine gute Abwechslung.

Ich lief nun rüber zum Spiegelzelt wo der Deutsche Max Gruber alias Drangsal spielte. Endlich mal ein New Waver dachte ich mir erwartunsgfroh, aber nachdem ich ein paar Stücke (auf englisch) von ihm gehört hatte, war die Euphorie auch schon verpufft. Er sang mit Robert Smith-Gedächtsstimme und klang mehr wie ein Plagiat alter britischer Post Punk Helden der frïhen 1980er als etwas Neues. Brachialpop kann man auf seiner Facebook Seite lesen, auf der er fast 10 000 Fans hat. Mich konnte der am Ende mit nacktem Oberkörper auftretende tätowierte Blondschopf nicht als Neufan hinzugewinnen und warum erzählte er überhaupt, dass ihm seine Freudin neue Birkenstock geschenkt hatte ? So was Uncooles verschweigt man doch eher.



18 Uhr 30, Zeit mal wieder auf der Hauptbühne vorbeizuschauen. Dort traten nämlich nun die Amerikaner Algiers auf. Die jungen Kerle aus Atlanta hatte ich bereits einmal in Paris in einem Clubkonzert gesehen. Ihre Mischung aus Gospel, Bluesrock und Post Punk hatte mir unter dem Strich durchaus gefallen, aber genau wie nun in Haldern ging mir die kratzige Stimme des völlig überdrehten Sängers und Gitarristen Franklin James Fisher irgendwann ziemlich auf die Nerven. Man hatte das Gefühl er würde um sein Leben kämfen, so zornig und aufgepeitscht wie der war. Dem Publikum schien es mehrheitlich zu gefallen, was der Bandleader mit dem Satz "Germany you have always been good to us" honorierte.

Zurück zum Zelt, wo nun Walking on Cars aus dem malerischen Dingle in Irland aufspielten. Sehr catchy und eingängig ihre oft von einer Fiddel begleiteten Songs, aber ihr ein wenig an Bands wie die Waterboys oder Dexy's Midnight Runners erinnernder Sound war mir etwas zu simpel und gefällig gestrickt um mich wirklich zu begeistern. Ich ging ziemlich bald rüber zur Hauptbühne wo nun Michael Kiwanuka mit seiner Band bereit stand. Die ersten zwei Songs klangen sehr atmosphärisch und spannend und liessen mich etwas an Pink Floyd denken, dann aber verflachte das Set und wurde mir zu beliebig. Stimmlich und handwerklich konnte man schwerlich über Kiwanuka lästern, aber mir war das Meiste doch zu radiotauglich und die Mitsingnummern die gegen Ende kamen brauchte ich auch nicht.


Schnell rüber ins Zel also zum Set von Arthur Beatrice, die ich vor gut 4 Jahren für mich beim südfranzösischen Midifestival entdeckt hatte. Damals glaubte ich beim Lesen des Namens an einen französischen Chansonier und nicht etwa an eine junge britische Band. Als ich sie aber gesehen hatte, war ich beeindruckt und einige Zeit danach sah ich sie erneut und zwar im Spiegelzelt zu Haldern. 3 Jahre später nun also erneut Arthur Beatrice im Tent, aber dieses Mal sang nur die charmante Sängerin Ela Girardot und nicht wie damals auch noch ein Herr mit tiefer Stimme. Dies entzog dem Set ein wenig die Abwechslung, denn es war gerade das wechselseitige Spiel der wunderbar kontrastierenden Stimmen, die dem ganzen noch mehr Würze und Abwechslung verabreicht hatten. Und nicht nur das, zudem klang heuer auch der Sound weniger wavig und stattdessen mehr soulig-jazzig. Aber natürlich war da immer noch die phantastische Stimme von Ela Girardot (bitte keine Vergeliche zur grässlichen Florence Welch anstellen!), die zudem durch Bühnenpräsenz und Eleganz (das stilvolle weisse Kostüm!) glänzte. 

Man sollte die vier Londoner weiterhin im Auge behalten, auch wenn mir das zweite Album Keaping The Peace, auf dem inzwischen der Schwerpunkt liegt, etwas weniger zusagt als das erste.

Ich musste nun aber schnell zu Glen Hansard rüber, der zusammen mit den Stargazern die Hauptbühne eingenommen hatte.

Viele kannten und liebten Hansard, aber ich selbst war hinsichtlich seine Oeuvres eher unbeleckt. Vor einer ganzen Weile hatte ich mir mal ein Album des Iren zugelegt, es aber nicht oft gehört, weil es mir zu schmusig und gefühlsduselig war. Letztlich bestätigte sich auch dieser Eindruck bei der Liveshow in Haldern, die aber objektiv betrachtet herausragend war. Denn es wurde so ziemlich alles geboten, was sich das Publikum von einem feierlichen Auftritt auf der Hautptbühne erhoffte, als da wären: ein charismatischer Sänger, Streicher, Frauenchöre, Gastduette und viel Herz- Schmerz. Das volle Programm!

Dirk Langen hatte ja bereits ausführlich hierzu berichtet, so dass ich an dieser Stelle abkürze und sofort zu Lapsley komme.

Genau wie Arthur Beatrice zuvor hatte auch Lapsley bereits schon einmal in Haldern gespielt und dennoch ist sie gerade einmal 20 Jahre alt. Gut möglich, dasss die blonde Soulsängerin hier in den nächsten Jahren das halbe Dutzend voll macht und zum Liebling avanciert. Mein Fall war die Musik von Holly Fletcher trotz technisch brillanter Stimme aber nicht. Elektronischer Nu- Soul im Stile von James Blake ist nämlich nichts, was mein Herz höher schlagen lässt und so eilte ich schon nach etwa 3 gehörten Liedern zur Hauptbühne um Loney Dear zu bewundern.


Loney Dear die Zweite also! Nach seinem Auftritt am Vortage in der Kirche nun also die Krönung zum König auf der Hauptbühne. 


Zweifel ob ich mich erneut begeistern lassen könnte, waren schnell weggewischt. Die Sets waren nicht identisch, die Akustik war ganz anders (die Stargazer waren heute nicht dabei) und es wurden auch mehr Stücke auf der Main Stage als zuvor in der Church gespielt. Man sah also keineswegs zwei Tage hintereinander genau das gleiche Konzert und wer richtiger Fan war, durfte eh keinen der Auftritte verpassen. Zumal diesmal neben einem Bassisten, einem Drummer, einem Keyboarder auch nun die Percussionistin, Akkordeonistin und Keyboarderin Susanna Odell mit dabei war und für noch grösseren (schliesslich gab es auch die vielen Mädels vom Cantus Domus) weiblichen Charme sorgte. Ich hatte das Glück bei den ersten drei Songs im Fotograben knipsen zu dürfen und kosteste diese schöne Gefühl voll aus. Das hatte schon was, da ganz vorne zu stehen und fast von den Kameras des WDR umgeremplet zu werden! Wie feierlich das Ganze schon wieder klang! Wie glücklich und erfüllt die Musiker aussahen! Wieviel Sensibilität da rüber kam! Es war irre!

Gespielt wurden erneut nagelneue unveröffentlichte Stücke und ein paar Klassiker. Saturday Waits kam ziemlich weit vorne und bezauberte wie eh und je und auch Violent stach hervor, der Titel klang sehr intim. Ein paar Pannen gab es auch, ein Tambourin ging zu Bruch, aber mit seiner nonchalanten und sympatischen Arrt meisterte Emil auch dieses kleine Problemchen souverän.

Von den neune Sachen waren von gestern noch Dark Lights und besonders Hulls präsent. Wenn die Studioaufnahmen so gut werden wie die Livedarbietung dürfte dieses Album eines der stärksten in einem ohnhein schon exquisiten Katalog werden!

Setlist Loney dear, Mainstage Haldern:

01: There Are Several Alberts Here
02: Pun
03: Saturday Waits
04: My Heart
05: Lilies
06: Airport Surroundings
07: Violent
08: Dark Light
09: Young Hearts
10: Ignorant Boy, Beuatiful Girl
11: Hulls

Loney Dear war gegen 24 Uhr durch aber eigentlich ging es musikalisch in Haldern noch ein wenig weiter. Da ich aber öffentliche Verkehrsmittel benutzen wollte (musste), hetzte ich wie ein verfolgtes Tier Richtung Banhnhof, nur um festzustellen, dass ich den letzten Zug (der ohnehin nur bis Empel-Rees gefahren wäre) verpasst hatte. Mir blieb nichts anderes übrig, um erneut ein teures Taxi zu nehmen. Verflucht! Aus Knauserigkeit bat ich aber den Taxifahrer mich früher rauszulassen, was ich später bitter bereuen sollte. Ich sparte zwar ein paar Euros, verlief mich aber auf dem Weg zun meinem Bed and Beakfast in stockfinsterer Nacht und irrte wie ein Narr durch die schwaren Wälder an der holländischen Grenze. Nur duch Zufall und erst gegen 4 Uhr morgens fand ich schliesslich meine Unterkunft in Borghees...

Was für ein Tag!



Mittwoch, 24. August 2016

Haldern Pop Festival, 1. Festivaltag, 11.08.16

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Konzert: Haldern Pop Festival, 1. Festivaltag mit Loney Dear, This Is The Kit, Damien Rice, Gloves, Elias, Amber Arcades, The Besnard Lakes, Lea und vielen anderen
Ort: Rees-Haldern am Niederrhein
Datum: 11.08.2016


Foto This Is The Kit: Oliver Peel (Archiv), Loney Dear: Michael Graef

Mit dem Bus zum Haldern Pop! Und zwar von Paris (!!) aus! Ich fragte mich während der 7stündigen Fahrt (nach Leverkusen) schon ab und zu, wie ich auf eine solch verrückte Idee gekommen war. Aber wenn man die Anreise so spät plant wie ich in diesem Jahr, muss man schon ein wenig erfinderisch sein, um Geld zu sparen und notgedrungen Strapazen in Kauf nehmen. Züge waren viel zu teuer, Fliegen kam kurzfristig auch nicht in Frage, also blieb der Flixbus. Und die Reise lief letztlich erstaunlich entspannt, denn ich sass glücklicherweise neben einem netten Kölner Mädel mit dem ich mich angenehm unterhielt. So verging die Zeit  letztlich wie im Fluge und ich kam guter Laune spätabends in Leverkusen an, wo mich freundlicherweise mein Mitblogger Dirk abholte und mich anschliessend auch bei ihm in Mönchengladbach  beherbergte. 

Zusammen mit seinem Kumpel Michael machten wir uns dann am Donnerstag morgen auf den Weg nach Haldern. In Mönchengladbach sah das Wetter am Vormittag noch sonnig und freudlich aus, aber je mehr wir uns dem Niederrhein und Haldern näherten, umso schwärzer wurde der Himmel. Zu Beginn des Festivals gegen 15h regnete es dann bereits leicht und in der Folge sogar stark. Anfänglich machte mir das nicht viel aus, da ich zwischen Konzerten in der Kirche und der Bar hin und her pendelte, aber als es später über die wundervolle Alleenstrasse an Maisfeldern vorbei zum Spiegelzelt und der Hauptbühne ging, störte der Regen doch irgendwann massiv. Als dann gegen 21 Uhr 30 Uhr Elias spielte, war meine Laune ob der dargebotenen cheesigen Musik, meiner extremen Müdigkeit und des Dauerregens auf dem Nullpunkt. Weil ich Kräfte für die nächsten 2 Tage sparen wollte, entschied ich mich aus dem Bauch heraus auf die interessanten Kanadier Besnard Lakes und sogar den Headliner Damien Rice zu verzichten. Bei mir lief einfach nichts mehr zusammen und ohne Gummistiefel im Morast des Haldener Waldgeländes zu stehen und bis 1 Uhr 30 auszuharren, schien mir abschreckend. Hinzu kam, dass meine Pension "jwd" war, genauer gesagt 25 Kilometer entfernt und in einer Nachbargemeinde von Emmerich ("wer zu spät kommt, den bestraft das Leben", oder so, gell ?).

Im Lauf des Nachmittages hatte ich aber ein paar sehr schöne Konzerte gesehen, die mich mit Glück und Dankbarkeit erfüllten. This Is The Kit möchte ich hier mal an erster Stelle nennen! Die in meiner Wahlheimat Paris lebende Britin Kate Stables, die hinter dem Pseudonym steckt, hatte ich bereits ein paar Stunden vor ihrem Auftritt in der Nähe der Maisfelder zufällig getroffen. Sie war gerade zusammen mit ihrer Mitmusikerin Rozi Plain auf dem Weg zum Hotel Doppeladler wo die beiden untergebracht waren. Kate erzählte mir, sie habe seit Montag bereits mit den Stargazern intensiv geprobt, um ein paar  ihren Lieder in einem neuen, klassisch-orchestralen Gewande zu präsentieren. 

Das Konzert fing um 18 Uhr 40 an und hielt vollkommen meine hohen Versprechungen. Das vorbildlich leise Haldener Publikum sah in der Kirche ein feierliches, charmantes und naturbelassenes Konzert, welches perfekt zu dem wundervollen Rahmen passte. Die Lieblichkeit der Stimme von Kate gepaart mit dem Damenchor liess einen wirklich oft an Engel denken. Miss Stables hat bereits 3 Alben auf ihrer Habenseite (das letzte wurde von einem der Dessner Brüder von The National produziert), aber das in Haldern gespielte Material war neu und unveröffentlicht. So kam auch ich, der This Is The Kit schon etwa 15 Mal live gesehen hatte, in den Genuss neuer Töne, die einmal mehr die Exzellenz der Dame aus Winchester unter Beweis stellten. Die Stücke hat sie dieses Jahr schon ein wenig auf Festivals und in Clubkonzerten getest und sie hiessen unter anderem Ticks oder Moonshine Freeze und reihten sich nahtlos ein in das wundervolle Repertoir der Folkeuse, das vor intimen und berührenden Liedern nur so strotzt. Kate Stables hatte mit Rozi Plain und ihrem kahlköpfigen Gitarristen nur 2 Bandmitglieder dabei, aber durch die Truppe von Stargaze ergänzt, standen so viele Musiker wie nie zuvor mit ihr gemeinsam auf der Bühne.



Gespielt wurden schliesslich nur 6 Lieder, aber die hatten es in sich und ich bin sicher, dass Kate wieder neue Fans hinzugewonnen hat, Guy Garvey von Elbow ist bereits glühender Anhanger und Matt Berninger von The National auch. Wenn das keine Referenzen sind!

Setlist:

2 Pence
Thieves
Moonshine Freeze
Ticks
Numbers 
Hotter colder 


Nach This Is The Kit war es erste Bürgerpflicht, in der Kirche zu bleiben. Schliesslich spielte nun Halderns liebstes Kind auf, der Schwede Emil Svanängen alias Loney Dear. Der feinfühlige Singer Songwriter kommt nun schon seit etlichen Jahren an den Niederrhein aber zuletzt war es bedrohlich still um den Sänger mit der Kopfstimme geworden. Bisweilen dachte ich gar an ein Karrierende. Zum Glück erwiesen sich solche negativen Gedanken aber als abwegig und als ich Emil bereits mittags mit dem Fahrrad vor der Haldern Pop Bar sah, war ich erleichternd und erfreut festzustellen, dass es ihn noch gab. Bart und Bauchumfang sind bei ihm im Vergleich zu früher etwas gewachsen, aber sein neuer Look verleiht im Würde und Eleganz, er erinnerte mich auch an John Grant von den Czars. 

Und Emil zitierte im Laufe seiner Show noch mehr Musiker auf die Bühne als zuvor This Is The Kit, denn bei dem abschliessenden absolut wundervollen Beautiful Girl Ignorant Boy hatte er nicht nur das Stargaze Orchester sondern auch den Cantus Domus Chor als Verstärkung mit dabei. Emil selbst spielte Klavier, sang mit perfekter Falsettstimme, während ein Dirigent den "Namanamana-Chor" dirigierte und die klassischen Musiker den Raum mit himmelhochjauchzenden Klängen erfüllten.

Das war nicht lediglich das Abspulen eines alten Albumtitels, sondern eine komplette Neuinterpretation mit völlig neuem Arrangement, langen Instrumentalpassagen und traumhaften klassischen Tönen, äusserst subtil und geschmackvoll interpretiert.

Aber auch die Stücke die zuvor performt worden waren hatten es in sich. Berührende Klassiker wie My Heart oder Violent wurden zum Besten gegeben, aber auch meiner all time Favoriten I love you (in with the arms). Die Schmonzette klang noch genauso atemberaubend intim und nahegehend wie eh und je und ich fragte mich, wie ich es so lange ohne ein Livekonzert von Loney Dear ausgehalten hatte.

Schliesslich kamen auch Neulinge nicht zu kurz, denn es sollte ja auch einen Vorgeschmack auf das neue, bald erscheinende Album geben.

Erwähnt werden soll hier (neben Dark Light) stellvertretend das geniale abschliessende Hulls, das wahnsinnig melancolisch war, von dem Piano, dem Frauenchor und der anrührenden Stimme von Emil getragen wurde. Es war dramatisch, aber nie bombastisch, berauschte durch eine sensationelle Melodie, einen bewegenden Text und eine Feinfühligkeit, die seines Gleichen suchte. Kate Stables bezeichnete Loney Dear hinterher glatt als Genie. Sie hatte ihn ja bei den Proben mit den Stargazern mehrfach getroffen. Svanängen selbst sagte während des Konzertes mehrfach voller Dankbarkeit: "this is so much fun, this is so fantastic".


Mit This Is The Kit Und Loney Dear habe ich also die zwei besten Konzerte des ersten Tages (innerhalb derjenigen die ich gesehen habe natürlich) erörtert, bleibt noch der Auftritt der Holländer Amber Arcades zu besprechen, der ebenfalls hervorstach. Die 5 Musiker aus Utrecht spielten bereits um 15 Uhr 30 in der Haldern Pop Bar auf und waren mein erstes Konzert und gleichzeitig mein erstes Festivalhighlight. Begeisternd ihre Melodien, entwaffnend der Charme der kessen blonden Sängerin Annelotte de Graaf, Laune machend ihre Frische und Unverbrauchtheit. Die junge Dame und die vier Herren sorgten  für ordentlich Schwung und eine brechend volle Bar, in die längst nicht jeder reinkam der gerne wollte. Aber man hörte ja auch draussen vor dem offenen Fenster ein wenig von der tollen Musik die drinnen gespielt wurde, wenngleich dies freilich nicht einem echten Konzertgenuss gleich kam. Ich persönlich war gut positioniert, hatte ein Plätzchen weit vorne ergattert und war mittendrin im Geschehen. Hier muste man wirklich dabei sein, denn mit Amber Arcades hatten die Haldern Macher wirklich einen wohlschmeckenden Fisch an Land gezogen und zwar kein banales holländisches Matjesfilet, sondern etwa viel Edleres aus dem Hause Heavenly Records! Shoegaze, Dreampop, Indierock so die Zutaten und selbst wenn diese nicht nagelneu waren, klang doch das Ergebnis nicht wie Wiedergekautes, sondern frisch, sonnig, spritzig und herrlich lässig. Die Spielfreude war den Niederländern anzumerken und besonders Sängerin Annelotte schwärmte von dem Gefühl endlich mal in dieser legendären Pop Bar auftreten zu können in der sie in den Vorjahren schon so viele andere Musiker und Bands live als Festivalbesucher erleben durfte. Besonders in Erinnerung geblieben war ihr der Gig von Josh Pearson vor 4 Jahren, bei dem Josh ihr in seiner etwas bizarren (aber gutmütigen) Art irgendwas Wirres zugeraunt und sie ziemlich durcheinander gebracht hatte.

Neben eigenen Songs des Albums Fading Lines (u.a das herrlich luftig leichte Right Now) spielten Amber Arcades auch ein Nick Drake Cover, Which Will, aber folkig klang hier trotzdem nichts, die Holländer hatten dem alten Stück ihren eigenen popigen Stempel aufgedrückt.

Etwa 40 Minuten Konzert, keine Sekunde Langeweile und etliche gute Songs, mein erstes Konzert beim diesjährigen Haldern Festival hätte kaum besser laufen können!

Ebenfalls in der Bar hatte die deutsche Sängerin Lea (Lea Marie Becker) irgendwann zwischen 17 und 18 Uhr gespielt. Im Jahre 2016 sind Musiker die auf deutsch singen inzwischen eher rar gesät und ausser auf der Hauptbühne erinnere ich mich eigentlich an gar keinen Auftritt in den kleinen Venues in Haldern. Insofern fast ungewohnt mit der Muttersprache bei einem Konzert konfrontiert zu werden. Wie immer kam sofort der Reflex die Texte viel genauer und kritischer unter die Lupe zu nhemen, als dies bei englischen Parolen der Fall wäre. "Nach der Ebbe kommt die Flut, mit der Zeit wird alles gut" (die Segel sind gesetzt), ich bin dein Festland, dein leuchtender Turm, ich bring dich gut aus diesem Sturm". War das jetzt feine Dichtkunst, oder das Aneinanderreihen abgedroschener, hohler Phrasen ?

Stimmlich war das Ganze schon ziemlich hübsch, die junge Blondine mit dem kessen Pagenschnitt hatte ein hauchendes, wehmütiges Organ, das manchmal auch ein wenig energischer wurde und sich in höhere Tonlagen aufschwang. Dennoch hatte ich gemischte Gefühle, denn ihre Art zu singen flirtete auch mit dem Mainstream (bzw dem Schlager?) und drückte bisweilen arg seicht auf die Tränendrüse. Man fühlte sich fast ein wenig genötigt, das jetzt bewegend und berührend finden zu müssen, ähnlich wie in den englischen Vorweihnachtskomödien, die einen förmlich anschreien: "Habe ein Herz, Oliver! Weine jetzt! Das ist doch so romantisch! Spiel nicht den Harten!"

Bei Kennst Du Das? (ein Lied das man in Akustikversionen schon vor 4 Jahren auf youtube finden konnte) hatte Lea mich fast um den Finger gewickelt ("gib mir deine Hand, lass sie mich halten solang ich kann"), die lustige Nummer mit ihrer Tante und dem vergessenen Hund (17 Stunden lang) fand ich hingegen musikalisch etwas flach, obwohl die Story dazu auf tragische Weise amüsant war. Armer Labrador Lilly! 17 (!!) Stunden vor einem Supermarkt vergessen, unfassbar!


Am Ende wusste ich nicht so recht, was ich denken sollte. War das jetzt auf berührende Weise schön, intim und gefühlsecht oder eher seicht, gekünstelt und übertrieben sentimental?

In der Haldern Pop Bar hatte ich an jenem ersten Tag aber auch noch ein paar Schnipsel von einem anderen Konzert gesehen: den Soulsänger Samm Henshaw hatte man mitsamt seiner Band von der Kirche dorthin verlegt, in der er gegen 19 Uhr loslegte. Ein gutaussehender Bursche mit Hut, lässig, ausgestatt mit einer rauchigen Stimme und von so einigen als Geheimtipp gehandelt. Ein talentierter Kerl in der Tat, dessen Konzert ich aber dennoch nach 10 Minuten verliess, weil ich zu Loney Dear in die Kirche rüberwollte.

Und in genau jener Kirche hatte gegen 16 Uhr 30 auch noch ein paar Lieder der Britin Cloves gehört. Stimmlich eine Kreuzung aus Adele, Laura Marling und Lana Del Rey, war sie mir zu soulig-bluesig (eine Folge der Castingshows wie The Voice oder The X -Factor, in denen solche Stimmen immer der Renner sind??), obwohl man ihr ebenfalls Talent attestieren konnte. Sie spielte zusammen mit einem Gitarristen.

Wie oben erwähnt endete mein erster Tag in Haldern im Spiegelzelt nach dem Konzert von Elias. Müdigkeit und die Regenfälle hatten mir den Rest gegeben. Aber es standen ja noch Zwei verheissungsvolle Tage bevor...





Michael Kiwanuka, Haldern Pop Festival, 13.08.2016

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Konzert: Michael Kiwanuka
Ort: Haldern Pop Festival
Datum: 12.08.2016
Dauer: 40min
Zuschauer: ca.3.500

Manchmal sind auch im so unsicheren Musikgeschäft Prognosen korrekt. Michael Kiwanuka war schon vor seinem Debüt "Home again" Kritikerliebling. Und schon die erste Platte erfüllte die Erwartungen und doch folgte danach erstmal eine lange Pause. 

Umso erstaunlicher, wie stark der Künstler nun zurückkehrt. Das neue Album (Love/Hate) ist nicht weniger als ein Meisterwerk in seinem Genre, des Souls. So etwas hat man aus England schon ganz lange nicht mehr gehört, und endlich waren Kritiker und Hörer begeistert. 

Kiwanuka betritt die Bühne mit eine wahnsinnig gut aussehenden Band. Der an "Sideshow Bob" erinnernde Gitarrist war da noch die Ausnahme, die anderen wirkten alle wie männliche Topmodels, perfekt gestylt und frisiert. 

Er beginnt mit dem langen, an Pink Floyd`s "Shine on..." angelehnten Stück der neuen Platte, "Cold little heart" gefolgt von der tollen Single "One more night".

Einigen Zuschauern war das folgende Konzert  von zu wenig Tempo geprägt. 
Aber Kiwanuka spielt eben den langsamen Soul eines Isaac Hayes oder Curtis Mayfield, nicht den Funk eines James Brown. Und genau das passte zu diesem, endlich mit Sonne verwöhnten Auftritt auf dem Reitplatz, der ja auch nicht das brodelnde "Apollo" war.

Wer sich darauf einlassen konnte, erlebte einen musikalisch großartigen Nachmittag. Besonders der Mann an den diversen Bongos und anderen Schlaginstrumenten gab dem Sound noch diverse Rhytmusbeilagen die dem Album manchmal fehlen oder im opulenten Mix verschwunden sind.

Über Songtexte bei einem Festivalauftritt zu schreiben, ist ja etwas vermessen, das sollte jeder beim Hören der Platte in Ruhe nachholen. Kiwanuka schreibt wie ein verwundbarer Mensch der keine Scheu hat seine Seele offen zu legen, oder auch politische Themen anzusprechen.

Das viel zu kurze Konzert endet mit einer traumhaften 10-minütigen Version des Titeltracks "Love/Hate", bei dem das leise gesungene "Badum, badum.... noch vielen später auf dem Zeltplatz ein Lächeln ins Gesicht zauberte.

Michael Kiwanka hat anscheinend eine enge Bindung zum Haldern Team. Er äußerte sich im Interview "Haldern ist die Zukunft der Musik" sehr positiv und war schon am Vorabend als Gast auf dem Gelände zu sehen.

Hoffen wir, dass der Kontakt bestehen bleibt, und Michael Kiwanuka mit einem dritten Album als Headliner zurückkehrt.

Im November ist er mit seiner Band zunächst noch Köln, Berlin und München zu sehen.

Fotos: Michael Graef


Dienstag, 23. August 2016

John Bramwell, Düsseldorf, 20.08.16

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Konzert: John Bramwell
Ort: Weltkunstzimmer Düsseldorf (Acoustic Festival)
Datum: 20.08.2016
Dauer: 50 min
Zuschauer: vielleicht 300



John Bramwell war sternhagelvoll, als er die Bühne des Acoustic Festivals in Düsseldorf betrat. Am Nachmittag war es sonnig und die Altstadt verlockend. Der I Am Kloot Sänger hatte vorher auf einem erhöhten Treppenabsatz des Innenhofs, in dem der erste Teil des schönen Festivals stattfand, gesessen, ein paar lustige Selfies aufgenommen und Solveig Heilo (Katzenjammer) zugesehen. Als dann das Programm nach innen verlegt wurde, stand John noch mit zwei Frauen (Joco?) am Rand der Bühne und sang mit ihnen einen seiner Songs. Hier würde wohl noch für einen Gastauftritt geübt.

15 Minuten später als geplant kam der Sänger, der so gerne über "drinking and desaster" singt, auf die Bühne, legte seine Setlist auf den Boden, suchte verzweifelt nach dem Kabel seiner Gitarre und... machte nichts. "Ich habe eine Setlist geschrieben, sie hier hingelegt und jetzt, jetzt kann ich sie nicht lesen." Und weiter ging es - mit Schweigen. "It's a new art form which involves me doing hardly anything. I'm going to sing a song any time now."

Er begann dann irgendwann wirklich, als ihm ein Song einfiel. Und plötzlich war alles schön. Offenbar kann John in allen Aggregatzuständen singen.

Das war leider alles sehr komisch. Aber es war auch erschütternd. Aber nach den Liedern kamen wieder die Pausen. "Eine kleine große Bier bitte." So habe er in der Altstadt am Nachmittag sein Deutsch getestet. Der Kellner habe ein kleines und ein großes Bier gebracht. Als er dies erzählte, bekam John einen Lachanfall. Auch, als im auffiel, daß er zwischen den Stücken lange Pausen machte. "Time is money. Haha, das ist ein brillanter Albumtitel." Und lachte sich kaputt. Bei To the brink lobte der Sänger aus Manchester einen Mitsänger. "Out of time and out of tune." 

Erstaunlicherweise klangen seine Lieder wie immer, die Stimme war toll, er war gut! Man durfte nur nicht unbedingt auf die Texte achten. The moon is a blind eye kommentierte er anschließend mit "some of the right words and chords." Aber dann kamen wieder die Pausen, in denen er zum Beispiel erzählte, daß er brillante Ohren habe. "I'm a bat. I sleep upside down at night" - und lachte sich schlapp.

Den Gastauftritt gab es nicht. Vielleicht war er geplant und wurde vergessen. Egal. Irgendwann kam die Moderatorin auf die Bühne, um John professionell von ihr zu klatschen. Er spielte trotzdem noch ein Stück, sie kam anschließend wieder und hatte Erfolg.

Seine Lieder waren toll, leider stand das nicht im Mittelpunkt. Das Konzert hatte einen ziemlich miesen Beigeschmack, so als gucke man einem Tanzbären zu. Aber einem, der sehr schön tanzte.

Setlist John Bramwell, Acoustic Festival, Düsseldorf:

01: Mouth on me
02: I believe
03: No fear of falling
04: 86 TV's
05: To the brink
06: From your favourite sky
07: Twist
08: I still do
09: The moon is a blind eye
10: Masquerade
11: Gods and monsters
12: Proof

Links:

- aus unserem Archiv:
- John Bramwell, Rüsselsheim, 11.07.15 
- John Bramwell, Rüsselsheim, 11.07.15
- John Bramwell, Eindhoven, 24.06.14 
- I Am Kloot, Köln, 16.05.15
- I Am Kloot, Paris, 23.03.13
- I Am Kloot, Dresden, 15.03.13
- I Am Kloot, Rüsselsheim, 10.07.10
- I Am Kloot, Köln, 28.03.10
- I Am Kloot, Köln, 24.10.08
- I Am Kloot, Köln, 26.07.08
- I Am Kloot, Paris, 27.03.08




 

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