Montag, 27. März 2017

Gudruns Konzerttipps im April

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Auch der April des Jahres 2017 bietet überviele Gelegenheiten, das Haus mit lohnendem Ziel am Abend zu verlassen. Hier meine bescheidene Auswahl.  


Mäkkelä & Nightbird
Mäkkele, Karlsruhe, 19.10.15


28.03. Nürnberg, Loft LoFi
29.03. München, Glockenbach Werkstatt
31.03. Hilpoltstein, KWK
01.04. Frauenau, Gasthaus Gistl
02.04. Chemnitz, Lesecafe Odradek
03.04. Dresden, Wullbert’s
04.04. Trier, Cafe Brunnenhof
05.04. Karlsruhe, Wohnzimmerkonzert
06.04. Filderstadt, Gasthaus Anker
07.04. Göppingen, Kultur Café Capone


 

Me and Oceans
Me And Oceans, Dresden, 07.09.14

28.03. Göttingen Nörgelbuff
29.03. Dresden Thalia Dresden
30.03. Leipzig Kosmos - Bouldern
31.03. Görlitz noch geheim.
06.04. München Bürgerhaus Glockenbachwerkstatt
07.04. Stuttgart secret location
08.04. Stuttgart Cafe Galao
09.04. Ulm Sonntags Konzerte
10.04. Augsburg Metzgerei
11.04. Darmstadt Schlosskeller
26.04. Rostock Peter-Weiss-Haus
27.04. Hannover Galerie vom Zufall
28.04. Secret Show
29.04. Magdeburg Moritzhof
30.04. Berlin Monarch 



Moddi
Moddi, Freiburg, 01.05.14 

28.03.  Erlangen  E-Werk Club
29.03.  Frankfurt  St. Peter Café
30.03.  Köln  Gebäude 9



Worth
29.03. Frischzelle | Darmstadt
30.03. Knust | Hamburg (Support Joel Havea)
31.03. Scruffys | Karlsruhe
01.04. 8304 Bar | Zürich-Wallisellen
02.04. Munich Sessions | München
05.04. Plan B | Salzburg
06.04. Bar Gabanyi | München
07.04. Kasseturm | Weimar
09.04. Hafen 2 | Offenbach


Binoculers

Binoculers, Karlsruhe, 06.07.15

31.03. Aachen / Raststätte
01.04. Düsseldorf / Weltkunstzimmer
02.04. Hannover / Café Glocksee (w/ Radare)
04.04. Kassel / Goldgrube (w/ Radare)
05.04. Offenbach / Kapelle HFG Offenbach (w/ Radare)
06.04. Freiburg / Slowclub
07.04. Thun / Mundwerk
08.04. Ravensburg / NRVK
09.04. Ampfing / Hauskonzert
10.04. Ulm / Hauskonzert
11.04. Saarbrücken / Zing
12.04. Darmstadt / Zucker
13.04. Würzburg / Wunschlos Glücklich
14.04. bei Chemnitz / Hauskonzert
15.04. Chemnitz / Aaltra
16.04. Hof / Hauskonzert
19.05. Braunschweig / Nexus
25.05. Ulm / Hudson Bar


Son of the velvet Rat
31.03. Spring Festival Feldbach | tba
01.04. Ku:L Öblarn Öblarn
07.04. Lendhafen Cafe Klagenfurt
08.04. Astnersaal | 8:30 pm | Wörgl
05.05. Container25 Wolfsberg
06.05. Kulturkeller Gleisdorf
12.05. Marenzihaus Leibnitz
13.05. Sargfabrik Wien
19.05. Kino Ebensee Ebensee
20.05. PPC Graz
10.06. Tivoli Dornbirn
11.06. Lost Weekend - 'The Munich Sessions' München
22.06. Rhiz Wien
29.06. Wunderbare Weite Welt | Eppstein
01.07. Scheune | Wredenhagen
 


The Lake Poets
The Lake Poets, Karlsruhe, 11.04.16 


01.04. SchonSchön, Mainz
02.04. Haldern Pop Bar, Haldern
03.04. die Wohngemeinschaft, Köln
04.04. Skybar Molotow, Hamburg
05.04. Baumhausbar, Berlin
06.04. Noch besser Leben, Leipzig
07.04. Zucker, Darmstadt
09.04. Lotte Lindenberg, Frankfurt
11.04. Clash, Wien
12.04. Unter Deck, München
13.04. Cafe Galao, Stuttgart


The Franklin Electric
04.04. Berlin, Musik & Frieden
05.04. Hamburg, Molotow
06.04. Köln, Gebäude 9
09.04. Wiesbaden, Schlachthof
11.04. Leipzig, Täubchenthal
12.04. Heidelberg, Karlstorbahnhof
13.04. München, Strom
15.04. Zürich, Papiersaal


Autonomics
04.04. JägerCampus | Stuttgart
05.04. MUK | Gießen
06.04. Sage Club | Berlin
07.04. Bolleke | Duisburg
08.04. Scruffys | Karlsruhe
10.04. Brunnenhof | Trier
11.04. Bärenzwinger | Dresden
12.04. Litfass | Bremen
13.04. Kasseturm | Weimar
14.04. Mokka | Thun (CH)
15.04. Nordportal | Baden (CH)
17.04. Roxy | Prag (CZ)
19.04. Flux Bau | Berlin
20.04. Stadtwerkstatt | Linz
21.04. Noppenair Festival | Neusserling
22.04. Dynamo Festival | Dornbirn
22.04. Frühlings Festival | Konstanz
 


Einar Stray Orchestra
Einar Stray, Storkow, 26.08.16


11.04. Dresden Societätstheater
12.04. Nürnberg Club Stereo
13.04. Wien Fluc
14.04. Aflenz Sublime
15.04. Zürich Bogen F
17.04. Freiburg Waldsee
18.04. Köln Arttheater
23.04. Bielefeld Nrzp
24.04. München Milla
25.04. Leipzig UT Connewitz
26.04. Berlin Berghain Kantine
27.04. Hamburg Nochtspeicher

 


Hello Piedpiper
Hello Piedpiper, Dresden, 30.09.16


14.04. Cafe Galao, Stuttgart*
15.04. Raststätte, Aachen*
20.04. E-Werk, Erlangen*
21.04. Treppenhaus, Rorschach*
23.04. Artheater, Köln*
24.04. Prinzenbar, Hamburg*
25.04. Privatclub, Berlin*
26.04. Scheune, Dresden*
27.04. Kleine Freiheit, Osnabrück**
28.04. Kulturbrücken Jungbusch, Mannheim*
29.04. Walhalla Spiegelsaal, Wiesbaden*
30.04. Pension Schmidt, Münster*
*mit Support Honig (solo)
**GHVC Songwriter Abend


Kevin Lee Florence
22.04. munich sessions | münchen
24.04. wartsaal | bern
25.04. die wohngemeinschaft | köln
26.04. ä | berlin
27.04. spatz & wal | duisburg
28.04. grammatikoff | duisburg
30.04. lendhafen cafe | klagenfurt
01.05. scherbe| graz
02.05. haus der musik | wien
03.05. plan b | salzburg
04.05. fümreif | st. georgen
06.05. musikclub | lembach
08.05. inspire | chemnitz
09.05. musikbunker | aachen
10.05. tonfink | lübeck
11.05. marias ballroom | hamburg
13.05. prinz willy | kiel 

Donnerstag, 23. März 2017

Karo & Lost name, Karlsruhe, 21.03.17

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Konzert mit Karo & Lost name in der Waldstadt
Datum: 21. März 2017
Dauer: 35 min + 50 min
Zuschauer: 13


Was gibt es schöneres an einem gründlich verregneten Frühlingsbeginn als traurigen Liebesliedern zuzuhören? Wir hatten uns dafür mit Karo aka Karoline Schaum aus Würzburg und Lost name aka Andi Langhammer aus München wahre Spezialisten eingeladen. Sie hatten am Vorabend eine öffentliche Generalprobe in München gespielt und den festen Vorsatz, uns einen ganz besonderen Abend zu schenken. Leider war in München unbemerkt noch ein blinder Passagier ins Auto gestiegen und hatte sich uneingeladen und unwillkommen in Karos Kopf und Rachen breit gemacht. So wurde schon ihr erster Song The Sailor in der Fassung des Tages ganz besonders sanft, nachdenklich schwebend und melancholisch.


Was mich ein wenig an die Musik von Nadia Reid erinnerte (deren neues Album dann prompt am nächsten Tag im Kasten lag) auch wenn die E-Gitarre natürlich anders färbt als eine akustische. Aber diese Stimme... Es blieb aber nicht beim schmachten. Der Song Gold Star erschien mir fast schon bedrohlich über dem stetig langsam schlagendem Beat:  I will burn you. Manchmal liegt eben tatsächlich in der Ruhe die Kraft, besonders wenn sie - wie hier - langsam immer mehr Druck aufbaut. Ein großes Wow und gemeinsames Ausatmen war da am Schluss mehr als angemessen.


Für meinen Geschmack steigerte es sich sogar noch weiter in dem mir kurz scheinenden Set über das von Karo gern gespielte Chris Isaacs Cover Wicked game und Paper Planes zu einer rundum eindrücklichen reichlichen halben Stunde. Da konnte die Erkältung noch so wichtig tun! Nachdem das Publikum zu Beginn als zu ruhig gescholten wurden, gab es schließlich noch richtig lange Filmdiskussionen zwischen den Songs...
 

Setlist Karo:
01: The Sailor
02: Viva la Vladi (Arbeitstitel)
03: Gold star
04: Wicked game (Chris Isaacs Cover)
05: Paper planes


Nach kurzem umstöpseln nahm dann Andi seinen Platz auf der Bühne ein. Auch er begann sehr leise und fast anmutig mit one step forward. Sein Kopf ganz in die Musik versunken über der Gitarre kreisend ... maybe I'm somebody else. Dabei war auffällig für mich, wie die Gitarre als wichtige eigene Stimme kunstvoll eingesetzt und gespielt wurde. Die Stimme in diesem Stück erinnerte mich an Conor Oberst (das scheint zu meinem Leidwesen allerdings eine recht häufig geäußerte Assoziation zu sein) aber die Gitarre sprach eine ganz andere Sprache.


Trotz etwas Bammel vor der wohnzimmertauglich etwas improvisierten Technik war das nächste Stück Simon vom Flirren aus den vorbereiteten Loops begleitet und wurde schließlich wunderbar und ohne Pannen mehrstimmig und hymnisch. The Libertine Song fing mit einer eindrücklichen und hinreißenden Gitarrenmelodie an und baute sich dann wunderbar aus vielen Schichten für uns auf. Die darin geäußerte Idee I sell my guitar to live in the woods erschien mir aber nach solch wunderbarer Performance doch einigermaßen erschreckend bis absurd. Was ihm vielleicht im tiefsten Herzen nicht anders geht, denn er arbeitete sich ordentlich daran ab.
 

Auch später bei Bullet war die innere Pein - über die der Song zu sprechen versucht - mehr als spürbar während er in einer fast traditionellen Liedform zu bleiben schien, bevor er dann doch vielstimmig und ein wenig verfremdet klingen durfte um schließlich mit der inständigen Bitte zu schließen Just take back what you said. Das nächste Lied Skjolden war daneben fast schon simpel. Was immer das heißen soll, denn es griff mir direkt ans Herz und den anderen ging es da nicht anders und auch das Schlußlied des Sets versuchte uns in ruhiger Kraft ordentlich die Seele zu massieren.


Danach durfte noch nicht Schluss sein, auch wenn Andi uns warnte, er hätte nur noch ein Schreistück vorbereitet. Burning Bridges in Venice war tatsächlich laut und wütend, aber damit auch ganz nach unserem Herzen.

Setlist Lost name:
01: Forward
02: Simon
03: The libertine song
04: Untitled
05: Bullet
06: Skjolden
07: Truth or dare or truth

08: Burning Bridges in Venice (Z)


Aus unserem Archiv:
Karo, Nürnberg, 13.01.10
Karo, Paris, 18.10.09 (Oliver Peel session) 


Tourdaten:





Two White Cranes, London, 22.03.17

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Konzert: Two White Cranes (20 Years Of Trouble)
Ort: MOTH Club, London
Datum: 22.03.2017
Dauer: knapp 20 min
Zuschauer: ca. 100




Als wir im vergangenen Sommer auf unserer Picknick-Decke vor der Hauptbühne des Indietracks' saßen und auf eine uns unbekannte zukünftige Lieblingsbands warteten, lasen wir das Programmheft des Festivals, das - was auch sonst - ein Fanzine ist. Darin war ein Interview mit Sean Price, dem Kopf hinter FortunaPOP!, in dem er verkündete, daß nach 20 Jahren, 200 Veröffentlichungen und einem Haufen Schulden Schluß sei. FortunaPOP! sei Geschichte.

FortunaPOP! hat in den vergangenen beiden Jahrzehnten nicht nur brillante Platten von Bands wie Comet Gain, den Pains Of Being Pure At Heart, Flowers, Allo Darlin', den Lucksmiths, Chorusgirl, The Ballet, Tullycraft (und wie sie alle heißen) veröffentlicht, der Katalog des Labels war auch wichtigster Pool für das Booking des wundervollen Indiepop-Festivals - und seit vergangenem Jahr meiner kleinen Konzertreihe. Da hört also nicht bloß ein Label auf, da verschwindet deutlich mehr.

Weil schon die Mutter der Indiepop-Label, Sarah Records, mit einer Party das Ende gefeiert hat, kommen die (meisten meiner) nächsten Berichte aus London. 20 Years Of Trouble, der FortunaPOP!-Abschluß, ist so fantastisch besetzt, daß daran nun wirklich kein Weg vorbei führte. 

Ursprünglich sollte das Festival in Londoner Indieclubs von Donnerstag bis Sonntag stattfinden, für die Dauerkartenbesitzer kam irgendwann aber noch der Mittwoch dazu. Man hatte wohl nicht genug Platz für all die Bands, die spielen wollten. Auch ein zweites Sonntagskonzert (mittags um 12 Uhr), reichte nicht, als begann das Ende mit Simon Love and the Old Romantics, einem Überraschungsgast und als Eröffnung mit Two White Cranes im MOTH Club in Hackney.

Im MOTH hatten wir im Dezember die ersten beiden Allo Darlin' Abschieds-Shows gesehen und uns in den wundervollen kleinen Saal des ehemaligen Offiziersclubs verliebt. Hier wieder hinzukommen - toll! Als wir kurz vor dem angekündigten Beginn ankamen, waren wir die ersten, die ihre Festivalbändchen bekamen (von Sean Price und Sarah, die bei meinem Kölner Flowers-Konzert das Merch gemacht hatte). 

Knapp 30 min hinter dem Zeitplan kam Roxy Brennan auf die Bühne. Roxy stammt aus Bristol und war zuletzt Sängerin bei Joanna Gruesome, die Sonntag spielen werden (mit Rachel Kenedy von Flowers als Nachfolgerin). "Ich bin so froh, hier sein zu dürfen und spiele einige Martha-Songs."

Im letzten Jahr hatten die vielen auf dem Camping-Platz übernachtenden Indietracks-Künstler ein Spontankonzert zwischen den Zelten veranstaltet und vor allem Martha-Songs gecovert, Roxy war eine der beteiligten Musikerinnen. Ich war neidisch, als ich als Nicht-Zelter davon gehört hatte. Zurecht, wie ich jetzt weiß.

Roxy hat eine wundervolle Stimme, die den Martha-Stücken einen neuen Anstrich verlieh. Sie hatte zwar Zweifel - "seht euch Martha an! See them play the songs correctly!" - es war aber herrlich!

Leider war der Spuk nach zwanzig Minuten vorbei. Das letzte Lied (1967, I miss you, I'm lonely) war ihr liebster Martha-Song - allerdings seien alle Lieder der Band aus Durham ihre Lieblings-Martha-Lieder.

Setlist Two White Cranes, 20 Years Of Trouble, MOTH Club, London:

01: Present, tense (Martha Cover)
02: Chekhov's hangover (Martha Cover)
03: Christine (Martha Cover)
04: Hackney (Milky Wimpshake Cover)
05: 1997, passing in the hallway (Martha Cover)
06: 1967, I miss you, I'm lonely (Martha Cover)



Mittwoch, 22. März 2017

Dienstagskonzerte im Soci

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Die Dienstagskonzerte im Soci in Dresden können wieder starten. Zwar sind im März die Handwerker noch nicht ganz fertig, aber da Ina anscheinend die Liste meiner Lieblingsbands genauestens abarbeiten wollte, wurde für Moddi ein Ausweichquartier (und was für eines!) gefunden. Wir arbeiten noch an der Lösung des Transportproblems für mich ... 

Der Vorverkauf für das diesjährige Sound of Bronkow Festival im und um das Soci hat übrigens auch schon begonnen!



Mo | 27.3 | Moddi (Nor) in der Tonne!!!!
Di | 11.4. | Einar Stray Orchstra (Nor)
Di | 23.5. | Chantal Acda (Bel)
Di | 30.5. | Kristoffer Bolander (Swe)

 

Aus unserem Archiv:
Moddi, Freiburg, 01.05.14 
Einar Stray, Storkow, 26.08.16
Einar Stray, Frankfurt, 02.06.16
Einar Stray, Berlin, 01.01.14
Einar Stray, Köln, 20.06.12

Chantal Acda, Nürnberg, 09.04.14 
Kristoffer Bolander, Stuttgart, 20.09.16 






Montag, 13. März 2017

Le-Thanh Ho, Adorf, 11.03.17

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Konzert: Le-Thanh Ho
Ort: Scala Adorf
Datum: 11.03.2017
Dauer: 90 min
Zuschauer: 18


Tourabschluss mit Hindernissen


Zum Abschluss ihrer kurzen Aufwärm-Solotour kam Le-Thanh Ho in die Scala und bescherte uns einen stillen aber intensiven Abend. Die Texte und Bilder ihrer Lieder hallen noch nach und das pure Konzerterlebnis ist eine ganz besondere Erfahrung im Vergleich zu ihrem in Kürze erscheinenden neuen Album "Staub". Es sollte ein sehr reduzierter musikalischer Abend werden.



Dabei hatte die neue Gitarre von Thanh an diesem Abend ihren ganz eigenen Kopf und war auf der tiefen E-Saite ziemlich bockig. Die Gitarre, ein Geschenk aus Köln, verstimmte sehr schnell, teilweise mitten im Lied und brachte Le-Thanh fast um den Verstand. Sie jedoch hat alle Schwierigkeiten gemeistert, großen Respekt dafür! Sie erzählte uns Geschichten hinter den Liedern, hinter dem neuen Album und brachte ihrem Biest viel Geduld entgegen. Dann musste die Gitarre doch für einige Lieder an der Seite stehen, Thanh sang mal a-capella und später spielte sie mit der Gitarre des Hauses. Dieser letzte Trick half etwas, denn nach der Pause war Thanhs Gitarre weniger stur.



So wurde es ein sehr leiser Abend, das Zuhören war ein Lauschen auf die zartesten Töne und ich versuchte mir irgendwie vorzustellen, wie die Album-Versionen wohl klingen mögen.

Für die Zugaben setzte sich Thanh ans Klavier. Sie erzählte uns, dass sie die meisten Songs des Albums am Klavier schrieb und sie dann auf Gitarre umgesetzt hat.



Das Album „Staub“ wurde mit Unterstützung von Soundtüftlern aus Berliner Club-Szene aufgenommen. Zu Le-Thanhs Liedern haben die Gäste ihren ganz eigenen Sound beigetragen. Im Studio wurden alle Titel solange live und am Stück und ohne spätere Korrekturen mit den Gästen eingespielt, bis der magische Take im Kasten war. Die fantastische Produktion besorgte Alexander Hacke von den Einstürzenden Neubauten. Thanh hatte uns schon vorgewarnt, dass das Album sehr wild und experimentell geworden sei. Ich finde „Staub“ einen mutigen Schritt heraus aus der Songwriter-Zone. Andererseits klingen die Titel so aufregend anders und frisch, dass Le-Thanh Ho mit diesem Werk wieder viele Hörer einfangen und begeistern wird.



So war das 44. Scalakonzert mit Le-Thanh Ho ein eindrucksvoller Kontrast zu ihrem neuen Album und macht Appetit auf mehr – vor allem auch auf Konzerte mit ihrer Band.

Le-Thanhs Webseite

Aus unserem Archiv:
Le-Thanh Ho, Karlsruhe, 11.02.16
Le-Thanh Ho, Karlsruhe, 28.01.15





 

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